Chinesische Arzneimitteltherapie
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Die chinesische Arzneimitteltherapie ist ein komplexes Kräuterheilsystem, das mehr als 5000 verschiedene Substanzen kennt und als Heilmittel einsetzt. Über 400 davon werden hier im Westen häufig verwendet. Meist handelt es sich um pflanzliche Stoffe wie Blätter, Rinden, Wurzeln, Stängel und Blüten. Aber auch mineralische und wenige tierische Substanzen finden Anwendung.
Alle chinesischen Heilsubstanzen sind klassifiziert nach Geschmacks-richtung, Temperatur und Affinität zu den Leitbahnen. Daraus werden ihre Funktionen und Wirkungen abgeleitet. Zum Beispiel ist Zimtrinde (chinesisch rou gui) heiss, scharf und süss und tritt in die Herz-, Milz-, Leber- und Blasen-Leitbahnen ein. Somit wärmt es die Nieren, die Mitte und den Uterus und wird oft bei Indikationen wie Infertilität, häufiges Kältegefühl mit kalten Extremitäten, Lustlosigkeit und Müdigkeit sowie bei schmerzhafter Menstruation eingesetzt. Das Mineral Gypsum andererseits (chinesisch
shi gao) ist süss, scharf und sehr kalt. Es tritt in die Lungen- und Magen-Leitbahnen ein, klärt Hitze und findet bei starken Fieberzuständen Anwendung.
Individuell abgestimmte Rezepturen
Chinesische Arzneimittel werden in Multikomponenten-Rezepturen ver-schrieben: Zehn bis zwanzig Substanzen werden so aufeinander abge-stimmt und harmonisch gemischt, dass sie für einen individuellen Patienten und dessen spezifische Erkrankung oder Störung die gewünschte Wirkung erzielen. In einer Mischung gibt es Herrscherkräuter, Minister, Assistenten und Boten. Alle wirken zusammen ? unterstützend und stärkend, ausglei-chend und harmonisierend oder auch ergänzend. Die Wirkung der Rezeptur übersteigt die Einzelwirkungen der Inhaltsstoffe.
Die meisten Rezepte basieren auf jahrtausendealten klassischen Formulie-rungen. Diese werden mit zusätzlichen Einzelsubstanzen versetzt und der individuellen Disharmonie des Patienten, der Patientin angepasst. Im Laufe der Therapie wird die Zusammensetzung oft leicht verändert, damit sie immer dem aktuellen Krankheitsbild entspricht.
Formen der Einnahme
Ursprünglich wurden die getrockneten Drogen gekocht und der Absud, das so genannte Dekokt, wie ein Tee getrunken. Die Arzneimittel werden zum Teil noch heute auf diese Art und Weise zubereitet ? vor allem weil das Rohdrogen-Dekokt noch immer die mit Abstand wirksamste Form der Arzneimitteleinnahme ist.
Aber auch die Traditionelle Chinesische Medizin hat sich dem Fortschritt nicht verschlossen. So werden die Mittel heute auch als Granulate ange-boten. Das Granulatpulver wird individuell zusammengestellt und mit wenig heissem Wasser mehrmals täglich eingenommen.
Zusätzlich gibt es auch Pillen, Tabletten und Kapseln. Diese Art der Arznei-mittelabgabe weist jedoch den klaren Nachteil auf, dass sich die Mischun-gen nicht explizit der Patientin oder dem Patienten anpassen lassen.
Sicherheit
Noch ein Wort zur Sicherheit der Chinesischen Arzneimittel: Alle Mittel, welche wir verwenden, stammen von offiziell inspizierten und zertifizierten schweizerischen Spezialapotheken. Alle Mittel werden auf Identität und Reinheit geprüft. Für mehr Informationen zu diesem wichtigen Thema besuchen Sie bitte www.lian.ch, klicken Sie auf "Produkte", dann auf "Qualitätssicherung".
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